Die Vreneli Goldmünze aus der Schweiz

Vreneli Goldmünzen

Die 20 Franken Münze

Unterschiedliche Goldmünzen werden auf dem Markt angeboten und viele Anleger kaufen nicht nur die klassischen, weltweit bekannten Anlagemünzen, sondern auch Kleinmünzen zu einem attraktiven Preis. Eine solche Münze ist die Schweizer Vreneli Goldmünze.

Die erstmals 1883 ausgegebene 20 Franken Münze steht in einer langen Tradition der Schweizer Goldmünzen. Die aus einer 21,6-karätigen Goldlegierung gefertigten 20 Franken Münzen der Helvetia zeigen auf der Vorderseite das berühmte Schweizer Wappen mit einem Eichenzweig als Symbol für die Beständigkeit des Landes und auf der Rückseite eine zarte, weibliche Personifikation der Schweiz selbst.

Diese Franken sind die bekanntesten historischen Goldmünzen aus dem blühenden Alpenland, sind aber international nicht so bekannt wie der goldene “Krügerrand” aus Südafrika oder der “Maple Leaf” aus Kanada, werden aber dennoch von professionellen Anlegern, die sich auf dem Goldanlagemarkt gut auskennen, gesucht. Der Hauptvorteil der Vreneli Goldmünze ist, dass sie nicht mehr geprägt wird und daher bereits den Status einer Sammlermünze hat. Gleichzeitig liegt sein Wert in der Nähe des Goldpreises. Einsteiger können damit schrittweise ihre eigene Goldreserve aufbauen. Viele betrachten sie als Sicherheitsmerkmal für den Fall einer globalen Finanzkrise.

Der Nennwert und die Legierung

Die Vreneli Goldmünze hat einen Nennwert von 20 Schweizer Franken und wiegt 5,81 Gramm. Von 1897 bis 1949 wurden 58 Millionen dieser Vreneli hergestellt. Auch andere Münzen mit anderen Nennwerten wurden geprägt, nämlich von 1911 bis 1922 10 Franken Münzen mit einer Gesamtauflage von 2,65 Millionen Stück, und 1925 wurden 100 Franken Münzen mit einer Auflage von 5.000 Stück geprägt, von denen nur noch 3.800 übrig geblieben sind, denn einige wurden aus irgendeinem Grund eingeschmolzen.

Die 10-, 20- und 100-Franken-Münzen der Vreneli bestehen zu 90 % aus reinem Gold und zu 10 % aus Kupfer, das zur Verstärkung hinzugefügt wurde. Diese Goldmünze gilt als Sammlerstück, da ihre Produktion eingestellt wurde. Die unvergleichliche Einheitlichkeit und Qualität der Schweizer Produktion machen diese Münze zu einem Markenzeichen eines der wohlhabendsten Länder der Erde. In Verbindung mit finanzieller Stabilität und Sicherheit ist der Schweizer 20-Franken eine bevorzugte historische Goldmünze für die große Mehrheit der Anleger und Sammler weltweit. Die Schweizer Vreneli ist daher eine gute Möglichkeit, Ihr Portfolio zu diversifizieren.

 

Eine Münze, viele Namen

Der Entwurf stammt von Fritz Ulysses Landry aus dem Jahr 1895, und es wird vermutet, dass Françoise Anglie als Modell für die Vorderseite diente. Die Münze ist wegen der individuellen Aufschrift auf der Vorderseite als Helvetia bekannt. Helvetia ist die nationale weibliche Personifikation der Schweiz, offiziell die Eidgenossenschaft der Helvetica, die Schweizerische Eidgenossenschaft. Helvetia ist auch eine Variante des offiziellen lateinischen Namens der Schweiz.

Der Name Vreneli soll von Verena stammen, einer weiteren Personifikation der Schweizerischen Eidgenossenschaft in einem Frauenbildnis (ähnlich der amerikanischen „Lady Liberty“). Aus diesem Grund werden die Münzen umgangssprachlich auch als „Swiss Miss“ bezeichnet.

Die Münzen wurden in der Schweizer Münzstätte in Bern geprägt (obwohl der Würfel in der Pariser Münzstätte graviert wurde). Die Vreneli Münzen tragen das Münzzeichen “B” (ohne Punkt) für Bern. Als Besonderheit tragen die Vreneli Prägungen der Jahre 1945-1947 neben dem Jahrgang 1935 und dem “B” noch zusätzlich das Zeichen “L”, welches für Lingot = Barren steht.

 

Hundertjahrfeier der letzten Prägung der 10 Franken Vreneli Goldmünze

In 2022 hat die Schweiz beschlossen, den hundertsten Jahrestag der letzten Prägung der 10-Franken-Münzen mit einer neuen Goldmünze im Wert von 50 Franken zu begehen. Die 10-Franken-Münze wurde von 1911 bis 1922 in der Eidgenössischen Münzstätte (heute Swiss Mint) Bern geprägt. Die Gesamtauflage für 11 Jahre betrug 2,65 Millionen Stück. Auf der einen Seite der Münze war das Profil einer Frau vor einem Hintergrund von Berggipfeln abgebildet, auf der anderen Seite ein Schweizerkreuz, der Nennwert, die Jahreszahl sowie Dorn- und Enzianzweige.

Auf der Vorderseite platzierte der Designer Remo Mascherini das nach links gerichtete Profil der Frau innerhalb einer stilisierten Zahl “100”. Das Ausgabeland der Münze ist neben dem Porträt angegeben. Der Name des Künstlers ist auf der rechten Seite der Vorderseite angegeben.

 

Technische Daten der 50 Schweizer Franken zum 100. Jahrestag der Prägung des goldenen 10 Franken Vreneli

Zusammensetzung – Au 900;
Gewicht – 11,29 gr;
Größe – 25 mm;
maximal mögliche Auflage – 5 000 Exemplare.

 

Geschichte

In 1883 wurde die 20-Franken-Goldmünze im gleichen Design wie die damalige 5-Franken-Münze eingeführt (mit dem von Walch entworfenen Freiheitskopf nach links auf der Oboe und dem von Walch entworfenen Wappen auf der Leiste). Der “Kopf der Freiheit” wird oft auch als “Helvetia” bezeichnet.

Die Bezeichnung/Spezifikationen blieben bis zum Ersten Weltkrieg unter der so genannten Latin Currency League in Gebrauch. Die Schweiz hielt sich 1848 an die Konfession. Es führte den Schweizer Franken ein und gab 1850 seine Währung an den französischen Franc ab. Im Dezember 1865 trat sie der Lateinischen Union bei. In der Schweiz gab es 20-Franken-Stücke, in Spanien 20-Peseta-Münzen, in Italien 20-Lira-Stücke, in Belgien 20-Belgische-Franken-Münzen, in Rumänien 20-Leu-Münzen und in Griechenland 20-Drachmen-Münzen, die alle in ganz Europa im Umlauf waren und akzeptiert wurden. Aus politischen Gründen entschieden sich das britische und das deutsche Kaiserreich dagegen, diesen Weg einzuschlagen.

Im Jahr 1895 beschloss der Bundesrat, dass die Münze ein romanisches Motiv haben sollte. Es zeigt einen weiblichen Kopf mit Locken im Profil, mit einer Girlande aus Edelsteinen und Ama. Landry erwähnt in einem Brief aus dem Jahr 1895, dass er sich bei dem Entwurf an “einem sehr reinen Typus der Hasley-Frau” (Berner Stadtteil Hasley) orientiert habe.

Ein Testlauf von nur 12 Stück zeigt einen Kopf mit einer zusätzlichen Gabel, die als “zu leicht” entfernt wurde. Der endgültige Entwurf wurde zwar immer noch als zu leicht für eine nationale Repräsentation bezeichnet, erfreute sich aber gleichzeitig großer Beliebtheit und erhielt den Spitznamen Vreneli. Die neue Serie wurde am 6. Januar 1896 per Gesetz genehmigt.

 

Die Swissmint (bis 1998: Eidgenössische Münzstätte)

Die Swiss Mint wurde 1853 in Bern gegründet. Zu dieser Zeit prägten die verschiedenen Gebietskörperschaften (Gemeinden, Klöster, Kantone) gleichzeitig Münzen mit unterschiedlichen Nennwerten, Werten und Währungen. Ausländisches Geld (80 Prozent der Schweizer Geldmenge), das von Söldnern eingebracht wurde, und Geld von Privatbanken zirkulierten ebenfalls im Land. Der Währungszusammenbruch wurde durch die Monopolisierung der Münzrechte durch den Bund überwunden. Es wurde eine einheitliche gesetzliche Währung, der Schweizer Franken, eingeführt. Ab 1853 wurde die ehemalige Berner Münzstätte versuchsweise als Eidgenössische Münzstätte für die Prägung von Franken und Wechselmünzen (Rappen) genutzt. Bis 1859 wurde der Rappen mit Billonkugeln geprägt, von 1859 bis 1938 wurde er vernickelt, während die Rappen heute aus Nickellegierungen hergestellt werden. Die Franken wurden zunächst in Gold, dann in Silber geprägt, und heute werden Nickellegierungen verwendet. Die Franken wurden 1890 offiziell als staatliche Einrichtung anerkannt. 1906 wurde das neue Gebäude der Swiss Mint auf dem Kirchenfeld eingeweiht. In den 1990er Jahren wurde es umfassend renoviert. Im Jahr 1998 wurde sie zu einer eigenständigen Abteilung des Eidgenössischen Finanzdepartements und wurde in “Swissmint” umbenannt. Die Swissmint prägt heute viele verschiedene Dinge. Dazu gehören umlaufende Münzen, Gedenkmünzen, Sammlermünzen, Anlagemünzen, Geschenksets, jährliche Münzsets und Medaillen. Das Symbol der Swiss Mint ist der Buchstabe “B” (Bern). Häufig ist auch das Logo der Prägeanstalt auf den Münzen eingeprägt.